Reiki



Die Ursprünge von Reiki



Reiki wurde von dem japanischen Mönch Dr. Mikao Usui entdeckt und entwickelt.

Einst wurde die Reiki-Legende von LehrerIn zu SchülerIn mündlich überliefert. Seit den 80er Jahren wird sie auch schriftlich weitergegeben. Es existieren verschiedene Versionen: eine japanische und amerikanische „West-Version“ (Dr.Usui – christlicher Mönch, Studium in Amerika, u.a. West-kompatible Zusätze) von Hawayo Takata. Letztere entstand, damit Reiki in unserem (christlichen) Kulturkreis leichter angenommen werden konnte; somit erfüllte diese ihren Zweck bestens. Die folgende Geschichte basiert auf Informationen aus Nachforschungen im Reiki-Ursprungsort, dem Tendai-Tempel auf dem Kurama-Berg nahe von Kioto und anderen Orten, an denen Mikao Usui in Japan lebte.


Die Suche

Geboren im Sonnenzeichen Löwen am 15.8.1865 in Yamagata, bei Nagoya, verbrachte Mikao Usui sein Leben mit zahlreichen Studien wie Heilkunst, Psychologie, Medizin, Methaphysik, Religionen und spiritueller Entwicklung. Er bereiste Klöster und Tempel und erlernte verschiedene Heilmethoden, darunter Kiko (ähnlich wie Qi Gong). Bei dieser wird neben Körperübungen, Meditation auch das Handauflegen zur Energieübertragung genutzt. Mikao Usui stellte fest, dass er nach diesen Behandlungen erschöpft war, da man die eigene Energie zum Heilen anderer nahm. In ihm entbrannte die Frage, wie Heilung geschehen könne, ohne, dass der Heilende selbst an Kraft verlieren müsse. Er reiste auf der Suche nach Wissen und Begreifen des Mysteriums des Heilens und des Handauflegens. Er hörte 1914 auf, als Sekretär und in der Geschäftswelt zu arbeiten, um buddhistischer Mönch zu werden und sich ganz seinen spirituellem Leben zu zuwenden.


Die Einweihung

Dr. Mikao Usui gab sich voller Hingabe in die buddhistischen Praktiken der Meditation, Gesänge, Körperübungen und Lebensweisheiten. Dazu ging er in den Tendai-Tempel auf den heiligen Berg Kurama zurück, in dem er schon als Junge studiert hatte. Ihm war schon lange klar, dass es zum Heilen etwas anderes bedurfte als rein verstandesmäßiges Erfassen und Praktizieren einer Heiltechnik. Mikao Usui beschloss im März 1922, 21 Tage zu fasten in der Einsamkeit des Kurama-Berges. Während einer seiner Meditationen wurde ihm eine erleuchtende Erfahrung zuteil: dabei wurde sein Kopf von einem gleißenden Licht erfaßt und er erhielt seine Einweihung in Reiki. Er begriff, wie er die universelle Lebensenergie, die Symbole und Mantren verwenden konnte zur Heilung anderer, ohne seine eigene Kraft zu verbrauchen. Er war endlich am Ziel seiner Suche angekommen.



Das Reiki System nach Sensei Mikao Usui

Dr. Usui gab sich und seiner Familie Reiki. Im April 1922 gründete er die „Gesellschaft für das Heilen durch Usui-Reiki“ in Tokio, die noch heute existiert und eröffnete dort auch eine Klinik, in der er mit Reiki behandelte und diese Heilkunst lehrte. Die Einführungsstufe umfaßte vier Ausbildungseinheiten, „Shoden“ genannt, mit je einer Einweihung (rituelle Energieübertragung). Das entspricht dem heutigen I.Reiki-Grad, welcher verkürzt in einer Einheit an einem Wochenende, oft nur in wenigen Stunden gelehrt wird. Der heutige II.Grad umfaßte ursprünglich 2 Ausbildungseinheiten: „Okuden Zenki“ und „Okuden Koki“. Die jetzige Bezeichnung „Meistergrad“ ist ebenfalls eine irreführende Erfindung von Hawayo Takata (etwa 1970), was soviele eitle Egoaufblähungen von Status-heischenden Schülern zur Folge hatte. Zum Glück reinigt Reiki von allem, was Nicht-Liebe ist ... . Als „Meister“ wurden in den spirituellen Schulen nur erleuchtete, geistige Führer bezeichnet. In der Reiki-Tradition schuf Mikao Usui die „Shinpiden“-Ebene, den heutigen III.Grad. Dies bedeutet soviel wie „Geheimnisvolle Lehre“.


Usuis Arbeit und Lehre des Herzens

Bei dem schweren Erdbeben 1923 in Tokio starben über 140.000 Menschen und der Bedarf an Heilung stieg, so daß eine größere Reiki-Klinik errichtet wurde. Er heilte kostenlos die kranken Armen und Bettler, so dass sie wieder arbeiten konnten. Usui stellte fest, dass die selben Menschen nach einiger Zeit wiederkamen, um nochmals geheilt zu werden wollten. Sie sagten, dass es für sie einfacher wäre zu ihm zu kommen, als selbst arbeiten zu müssen. Er begriff, dass seine Arbeit von den Bettlern zu geringschätzig genommen wurde und dass es eines persönlichen Engagements bedarf, um eine dauerhafte positive Veränderung im Leben zu bewirken. So lehrte er, dass ein Energieaustausch (Bezahlung/Arbeit) zu den Reiki-Behandlungen gehört und der Behandelte sich in seine Heilung mit einbringen müsse, damit Gesundheit dauerhaft währen kann. In Meditation formte er die ebenso einfachen wie auch alltäglich praktikablen Reiki – Lebensweisheiten – kurz: „gerade für heute“,“nicht böse sein“,“Dankbarkeit“,“arbeite ehrlich“,“sei freundlich“ (später mehr). Sie weisen uns eine Herz-zentrierte, ethische Grundausrichtung für ein bewußtes Leben in Achtsamkeit, Liebe und Respekt für sich selbst und andere. Usui verzichtet auf Dogmatismus und religiösen Anspruch. Reiki lehrt uns die Freiheit der eigenen Entscheidung für Licht, Kraft und Liebe in jedem Handeln und Denken und unsere Verantwortung dafür.

Mit dieser Lehre und der Heilkunst des Reiki bereiste Mikao Usui Japan und bildete 16 Reiki-Lehrer aus, von denen 7 namentlich gefunden wurden. Die Usui-Reiki-Organisation wird heute von Masayoshi Kondo als Präsident geführt.



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